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Aktuelle Projekte…

„In Zwischen“

Erwachsenenclub am Oldenburgischen Staatstheater
Premiere ist am 25. April 2026

Das gemeinsame Theaterspielen als Dritter Ort.
Wir treffen uns seit September einmal die Woche und entwickeln unser Stück „In Zwischen“. Die Inspiration für die Erwachsenenclubs dieses Jahr waren „Dritte Orte“, also Orte abseits von Verpflichtungen. Und wir waren uns alle einig: das sind sehr wichtige Orte.
Mittlerweile sind die wöchentlichen Proben selbst zu einem Dritten Ort geworden. Die Teilnehmenden legen ihren Alltag beiseite und erforschen im Spiel den schrägen Normalzustand unserer Welt. Sie bringen ihre Perspektiven und Alltagsbeobachtungen mit, um mit dem Theater als Vergrößerungslinse auf die blind gewordenen Flecken aufmerksam zu machen. Wir arbeiten uns vom Groben ins Feine. Wir bauen gemeinsam an den Szenen und feilen an den Momenten. Das kollektive Wissen zeichnet hier die schönsten und schrägsten Bilder.
Durch eine Verzögerung am Bahnhof in Zwischen gelandet wird eine Welt sichtbar, in der eine komische Schieflage spürbar wird. Der „Dritte Ort“ liegt zwischen den Menschen. Er ist leicht zu verpassen. Auf der Suche nach authentischen Begegnungen wird es absurd. Auf dem vollen Bahngleis gibt es Raum für sensible Zwischenmomente und unangenehme Pausen – es darf gelacht und bitter geschwiegen werden. Man darf sich ertappt fühlen und den Kopf schütteln. Es wird eindeutig ambivalent.
Wir polieren das Timing. Wir entdecken neue Missverständnisse und bedeutungsschwangere Facetten. Die gemeinsame Beschäftigung mit den Skurrilitäten des Alltags lässt uns als Gruppe spüren, dass wir trotz der gesenkten Handy-Blicke nicht alleine sind. „Wir gemeinsam Lebenden sind füreinander von geheimnisvoller Bedeutung“ schrieb Hugo von Hoffmannsthal.
Bei der Premiere am 25. April treffen sich lauter Vögel in einer Kneipe am Gleis und zwitschern ihre Geschichten – ganz „normal“.

„Die Proben sind für mich jede Woche ein kleines Abenteuer. Unser Theaterstück trifft genau meinen schrägen Humor.“(Fabian Skibbe)

Mehr dazu auf der Seite des Oldenburgischen Staatstheaters.

Warm Up

Offenes Theatertraining für Jugendliche
Seit September 2024
Immer donnerstags von 17-19 Uhr am Theater Bremen

Zeit miteinander warm zu werden: Wir spielen gemeinsam Theater, lernen uns und andere kennen. Wir entdecken Alltägliches neu und Bekanntes wieder. Jede Woche aufs Neue. Wir probieren aus, stellen Fragen und lächeln, wenn etwas mal nicht gleich klappt. Hier ist Theater ein Raum zum Zusammenkommen und Ausprobieren: ein spielerisches Theater-Training für alle, bei dem ein Einstieg jederzeit möglich ist.

Mehr dazu im Spielzeitheft des Jungen Theater Bremen.


Vergangene Projekte…

Say Cheese!

Theaterprojekt mit Jugendlichen aus der Willkommensschule Ellmersstraße. Eine Kooperation aus dem Theater Bremen, der Kunsthalle Bremen und der Schule – gefördert von Kultur macht Stark.
Premiere war am 3. April 2025

Spaghetti! Mundwinkel hoch. Bitte. Danke. Mundwinkel hoch. Jetzt lächel doch mal! Mundwinkel hoch. Aus Freude, aus Höflichkeit, aus Scham, auf Bestellung, als Einladung, zum Trost – ein Lächeln kann ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Manchmal bewegt sich nur das Gesicht. Manchmal versuche ich es zu verstecken. Manchmal lächelt der ganze Körper. Hat das was mit Humor zu tun? Oder eher mit gesellschaftlichen Erwartungen?Du bist ein Profi im Abhängen? Du kannst drei Tage durchtanzen und am nächsten Morgen trotzdem noch Mathe schreiben? Wir suchen Jugendliche, die Lust haben bei der Recherche kritisch in die Welt der Self Care Strategien einzutauchen und aus den gesammelten Erfahrungen einen Abend zu kreieren, der das Publikum zu einer Auszeit einlädt.

© Stephan Walz
Aber sag’s keinem

Jugendclub am Oldenburgischen Staatstheater
Premiere war am 22. März 2025

Als ich’s dir versprochen hab, hab ich mich versprochen. Ich schwöre. Aber sag mal, was hält uns überhaupt zusammen? Vertrauen. Also du mir, ich dir. Richtig? Aber vertraue ich auf mein Urteilsvermögen? Geb ich dir mein Ganzes oder doch nur das Halbe? Wie gefährlich ist es, mich dir anzuvertrauen? Bis wohin tue ich das? Weißt du, Haare brauchen sehr lange um zu wachsen, aber man kann sie schnell abschneiden. Also wie lange dauert es bis Vertrauen entsteht? Bis zu den Schultern oder nur knapp über die Ohren? Streng vertraulich. Oder wie du neulich zu mir sagtest als wir fast alles von einander Preis gegeben haben: Das bleibt unter uns.

Mehr dazu auf der Seite des Oldenburgischen Staatstheaters.

Close Up

Improtheaterworkshop beim Fliegende Funken Festival 2024

Auf der Improbühne spielt etwas von einem Selbst mit. Geht ja gar nicht anders und das ist auch gut so! Wäre doch schade um das kostbare Material. Im Film ist dies noch viel mehr der Fall: Im Close up kann man sich nicht verstecken. Es erfordert Offenheit, schafft Intimität, wird persönlich.
In diesem Workshop erkunden wir nahe und spürbare Momente zwischenmenschlicher Interaktion. Wir nähern uns dem Elefanten im Raum und ziehen ihn am Schwanz. Ein tolles Gespräch, aus dem man verändert herausgeht, hat eine gewisse Qualität, kommt un-vorher-gesehen (im-pro-visus). Die passenden Worte kommen selten mit der richtigen Strategie. „Wenn ich ehrlich bin…“, danach suchen wir und und mehr: was danach mit den Figuren passiert. Eine Chance die Stereotype hinter sich zu lassen? Ausgehend von einem Filmbeispiel und etwas Improvisationstheorie begeben wir uns auf die Suche nach Momenten von Verbundenheit und Authentizität.
Wir zeichnen alles filmisch auf, denn viele Details werden durch das Auge der Kamera besonders sichtbar. Wir lachen uns vermutlich schlapp und scheitern und irgendwie war dann doch alles genau so gemeint.

© Stephan Walz
du fällst.

Jugendclub am Oldenburgischen Staatstheater
Premiere war am 09. Juni 2024

Du. Lass mal wieder feiern gehen. Ich brauch das und dich auch. Ich habe neulich gelesen: Ausgrenzende Worte tun genauso weh wie physischer Schmerz. Die selben Areale im Gehirn springen an. Und wenn du das nochmal sagst, dann trete ich dir gegen das Schienbein, weil ich eigentlich Nähe will und du eigentlich auch. Halt und Sicherheit und keine kalte Oberflächlichkeit. Davon hat niemand etwas. Oder? Ich falle, du fällst, er/sie/es fällt mir manchmal schwer, dich zu verstehen. Und verstanden zu werden. Manchmal verschwimmt die Grenze zwischen uns und ich denke, du bist ich. Das ist wirklich großartig. Und manchmal sitzt man neben einander und war noch nie weiter von einander entfernt. Wie neulich, abends. Wir saßen zusammen und hatten nichts mehr vor. Mach die Musik mal lauter, ich spür gar nichts. Hier, die Stelle mag ich besonders gern. Ist fast mein Lieblingssong. Als würden sich alle in der Band über den Part freuen. Und ich hab außerdem gedacht: also wenn man im Traum fällt, wacht man ja meistens vor Schreck auf. Aber manche können das: Loslassen und das Fliegen genießen. Naja, das hab ich zumindest gehört.

Gehen wir noch ein Stück weit zusammen? Ich weiß auch noch nicht wo lang, aber wir können uns ja schon mal bewegen.

Mehr dazu auf der Seite des Oldenburgischen Staatstheaters.

© Stephan Walz
Chaorks in Sortieren

Kinderclub am Oldenburgischen Staatsheater
Premiere war am 22. April 2023

Es war einmal ein sehr übersichtliches Dorf namens Sortirien. Die Menschen dort liebten nichts mehr als putzen und ordnen. Doch eines Tages fiel eine Horde Chaorks über das Dorf her und ließ kein Buch in seiner alphabetischen Reihenfolge. Also schickte die Bürgermeisterin fünf Ordnungsfreaks los, um mit dem weisen Gandalf endlich wieder für Ordnung zu sorgen.

Mehr dazu auf der Seite des Oldenburgischen Staatstheaters.

© Stephan Walz
Wi(e)der Schule?

Erwachsenenclub am Oldenburgischen Staatstheater
Premiere war am 30. April 2022

Das Schulsystem. (Fast) Jede:r hat dazu etwas zu sagen. Eine Pflicht, durch die alle durch müssen… äh, dürfen. Eine Pflicht, die Menschen in bestimmten Rollenverhältnissen unter der Prämisse zusammenkommen lässt, dass hier gelernt wird. Aber WER WIE von WEM WAS lernt, lässt sich gar nicht so genau sagen, geschweige denn vorhersagen. „Bildung“ bleibt widersprüchlich und diskussionswürdig.

Die Spielenden des Erwachsenenclubs begeben sich in eine szenische Auseinandersetzung mit den komplexen Zusammenhängen des Schulsystems.

Wir möchten auf der Theaterbühne spielerisch denken und dabei Fragen stellen. Auf der Suche nach einem geeigneten Ton entsteht eine Verflechtung diverser Perspektiven. Eine geteilte Erfahrung, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Das System scheint kein Ende zu haben — und trotzdem: Wir müssen da mal wi(e)der drüber reden …